15. 02. 2026
Cobian 1923 und de Caro 1924 bis 26
Cobian 1923 und de Caro 1924 bis 26
In der Serie mit Aufnahmen, deren Geschwindigkeit in sorgfältiger Recherche der damaligen Zeit angepasst wurden, stellen wir hier sechs Alben von Juan Carlos Cobian und Julio de Caro aus der Zeit vor Erfindung des elektrischen Mikrofons vor.
Cobián selber hat nicht so viel aufgenommen. Die beiden 1923er Alben stehen alleine da. Cobián hatte dieses OT gegründet, nachdem er Osvaldo Fresedo verlassen hatte. Dabei sind u.a. der Geiger Agesilao Ferrazzano und Luis Petrucelli am Bandoneon. Beide haben ebenfalls vorher bei Fresedo gespielt. Dabei ist auch Pedro Maffia (Bandoneon). Und die 2. Geige spielt kein anderer als Julio De Caro! Man kann insofern das OT Cobían von 1923 als direkten Vorläufer des OT De Caro ansehen.
13. 02. 2026
Osvaldo Fresedo 1924 bis 1926
Osvaldo Fresedo 1924 bis 1926
In dieser Aufnahmeperiode hat sich das später berühmt gewordene Sextett “Orquesta Típica Fresedo” unter der Leitung von Osvaldo Fresedo am Bandoneon personell, stylistisch und durch den Wechsel der vormaligen Plattenfirma Victor hin zu Nacional Odeón auch vertriebstechnisch neu aufgestellt.
Es gab in dieser Zeit durchaus “Highlghts”, jedoch wurden Einnahmen weiterhin eher im Noten- als im Plattenverkauf realisiert. Die akustische Aufnahmetechnik mit Hilfe des Trichters war einfach noch viel zu rudimentär. als dass ein wirklicher musikalischer Vertrieb hätte erfolgreich sein können.
18. 02. 2025
Die frühen Jahre des Osvaldo Fresedo
In diesen Tagen erscheinen neun Alben, die sich exklusiv mit den frühen Aufnahmen von Osvaldo Fresedo beschäftigen. Manches wird hier zum ersten Mal seit mehr als 100 Jahren wieder zum Tanz freigegeben. Dazu kommt, daß durch die sorgfältige Klangaufbereitung und eine Anpassung an die Geschwindigkeit mit der in den 20ger Jahren des vorherigen Jahrhunderts diese Musik aufgenommen wurde ein besonderer Hör-und Tanzgenuss entstanden ist.
Aller Anfang war die Zeit mit dem Orquesta Tipica Vicente Loduca im Jahr 1917. Hier wurde ein Tanzorchester mit Fresedo und seinem Bandoneon und Francisco Canaro an der Violine Trendsetter für alles, was später im Tango passierte. Das Loduca-Album (siehe unten) enthält alle Aufnahmen, die aktuell von Fresedo mit diesem Orchester bekannt sind.
Nach einem Ausflug in die Musikszene New Yorks erhält Fresedo 1922 einen Vertrag mit dem Label Victor und beginnt mit eigenem Orchester aufzutreten und ins Studio zu gehen. Zu der Zeit gab es noch kein elektrisches Mikrofon. Dessen Vorläufer war ein Trichter und man spricht hier deshalb auch von akustischen Aufnahmen.
09. 06. 2024
Wie schnell tanzten sie eigentlich damals den Tango?
Tango wird meist zu Aufnahmen getanzt, die teilweise mehr als 100 Jahren alt sind. Es knistert und rauscht und manche erleben im Tanz eine Zeitreise in eine andere Welt. Aber haben die Menschen damals wirklich die Musik so gehört, wie wir sie heute hören?
Engagierte Tontechniker haben sich oftmals viel Mühe gegeben, Knacken und Rauschen auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei haben sie meist übersehen, dass viele Aufnahmen im Original in einer anderen Geschwindigkeit gespielt wurden, als die von ihnen bearbeitete Vorlage. Diesem äußerst interessanten Thema hat sich DJ Mark John gewidmet. Auf Grundlage seiner Recherchen veröffentlicht Danza y Movimiento eine neue Serie, in der Tangos zu hören sind, wie sie vor 100 Jahren gehört wurden. Und das führt zu einem neuen Tanzerlebnis, bei dem es möglich wird, noch tiefer in den Tango einzutauchen.
Weshalb ist die Geschwindigkeit vieler Aufnahmen falsch?
Dazu bedarf es eines kleinen aber interessanten Exkurses in die Geschichte des Bandoneons. Eine Geschichte des Tangos ohne Bandoneon ist nicht vorstellbar. Jeder hat schon mal bei einer Livemusikveranstaltung gehört, wie die Instrumente zu Beginn eines Konzertes gestimmt werden. Wenn nicht, klingt es schräg. Um zusammen musizieren zu können, bedarf es des gemeinsamen Nenners. Und das ist der sogenannte Kammerton A. Der Dirigent lauscht dem Kammerton auf seiner Stimmgabel und die Instrumente tunen sich ein. Wenn A bei allen Instrumenten gleich schwingt kann’s losgehen.
29. 03. 2023
Die Librotango-Begleitalben!
Danza y Movimiento präsentiert eine Erweiterung seines Katalogs. Zusammengestellt von dem Lehrer, DJ und Übersetzer Jake Spatz, passt jedes dieser Alben zu einem Band der Librotango-Reihe – einer zweisprachigen Präsentation von Tangotexten in singbaren englischen Übersetzungen. Die Auswahl, die sich sowohl an erfahrene Tänzer als auch an Einsteiger*innen richtet, bietet eine Mischung aus klassischen Tanzmelodien und Darbietungen von Solosängern, die die Rolle der Texte in diesem Genre hervorheben.
Die Bücher selbst sind international über Amazon und andere Einzelhändler erhältlich. Die Übersetzungen vermitteln den Sinn der Texte und folgen der Melodie der Originale. Ausführlichen Anmerkungen enthalten Forschungsergebnisse zu den Liedern und ihren Autoren, die die Rolle von Bühnenstücken und Filmen in der “Songindustrie” des Goldenen Zeitalters detailliert beschreiben. Jedes Buch beginnt mit einer einzigartigen Einführung zu den Themen und Bildern des Tangos und enthält außerdem Biografien aller vorgestellten Texter.